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Montag, 28. Juni 2010
Weiter im Rennen
Endlich mal wieder Zeit und Gelegenheit gefunden etwas zu schreiben. Vor ein paar Tagen Abends in Johannesburg am Flughafen angekommen, war der naechste Treff mit Riesa und Hagen in Krugersdorp. Da es kaum oeffentlichen Nahverkehr gibt, musste ich eine weitere Taxifahrt in kauf nehmen. Nach einem Essen ging es noch bis Morgens frueh in einem am Waldrand gelegenen Puff. Hier war das ganz weisse Suedafrika vertreten. Die Frauen kamen alle aus Thailand. Zur Begruessung durfte man den Weibern erstmal an den Moepsen rumspielen. Das Interesse der Einheimischen, bestand im Sport in erster Linie in Rugby und Cricket. Waren aber alle sehr freundlich. Die schoene Lodge, die wir fuer diese Nacht gemietet hatten, konnte aufgrund der Nachtschicht nur sehr kurz belegt werden. Nun mussten wir wieder in eine andere Lodge umziehen, die aber auch schoen war. Am naechsten Tag ging es wieder zum Johannesburger Flughafen um Zoni und Barz abzuholen. Hagen bekam nun auch endlich seinen Koffer, den er schon beim Anflug auf Suedafrika verloren hatte. Frankfurt, Addis Abeba, Dubai oder Johannesburg? Er hatte tagelang keine Spur. Abends in einem super Restaurant gegessen. Dort steht eine Fahne auf dem Tisch und erst wenn man die Fahne umwirft, wird mit dem bringen des Essens gestoppt. Man bekommt Fleisch am Spiess von allen moeglichen Tieren, dazu Salat etc. Einfach klasse. Gegen Mitternacht wieder in unserer Lodge kam der Schock. Die Kneipe war zu. So musste man fast nuechtern ins Bett. Am naechsten Tag Donna und Henry aus Ihrer letzten Behausung abgeholt, da sie es dort in Pretoria nicht ganz so toll fanden und lieber bei uns bleiben wollten. Dann kam auch schon das Spiel gegen Ghana. Von einem Parkhaus aus ging es mit Pendelbussen zum Stadion. Etwas langatmig aber immerhin funktionierend. Das Stadion riesengross. Ich schaetze mal das etwas mehr deutsche Fans im Stadion waren. Bei Ghana denke ich eher, dass das zwar alles Afrikaner waren aber nicht direkt aus Ghana. Schwer einzuschaetzen. Wahrend des Spiels gab es staendig etwas Aerger. Leute beschwerten sich, dass sich die deutschen nicht hinsetzen. Daraufhin kam Polizei, es flog etwas Bier und Gerangel. Dann fing die Polizei an deutsche Fahnen abzureissen. In der zweiten Halbzeit kam es sogar zu einer Schlaegerei zwischen ein paar deutschen und der Polizei. Gerade so das Spiel gewonnen und die Spieler mal wieder nach kurzem winke winke verschwunden. Am naechsten Mittag zusammen mit Frankfurtern in zwei Autos zum Krueger Nationalpark gefahren. Hier eine ebenfalls schoene Lodge gebucht und ab an die Bar. Leider kam es in der Nacht zu einem bedauerlichen Zwischenfall, der mir die Lust an der Safari am naechsten Tag genommen hat. Ich bin dann mit Zoni an den Pool und wir haben das Biertrinken frueh begonnen. Abends wieder bis zum Dienstschluss an die Bar. Nette niederlaendische Maedchen arbeiteten dort. Danach ging es am Stueck 1000 Kilometer bis kurz vor Bloemfontein. Das mit sieben Leuten. Ich und Zoni hinten in der Gepaeckablage. Bloemfontein war vollkommen voll und so landeten wir in Brandford. Hier war auch alles voll, bis auf eine Herbergsaehnliche Anlage, die jedoch keine Kneipe hatte. In eben diese kehrten wir dann mal in Brandford ein und waren sofort die Stars. Menschen kamen auf uns zu und freuten sich. Endlich mal was los in diesem Kaff. Einer meinte, wir waeren die ersten Fans bzw ueberhaupt Auswaertigen, die in diesen Ort gekommen sind. Irgendwann fanden wir dann heraus, dass es in Bloemfontein fuer uns doch etwas geben wuerde. Also rein in den Ort und Treff an einen Casino. Dort wurden wir abgeholt und es ging in ein kleines Gaestehaus um dort wieder abgeholt zu werden. Nun ging es wieder raus in die Wildnis und dort fanden wir ein akzeptabeles aber viel zu teures Hotel. Die Suedafrikaner ziehen waehrend der WM maechtig an der Preisschraube. Und dann kam er auch. Der grosse Tag gegen England. Die Stadt war proppevoll mit Briten. An manchen Kneipen waren auch zwielichtige Gestalten aber das sonst so asoziale Verhalten habe ich diesmal nicht gesehen. Das Stadion fest in englischer Hand aber dann kam dieses grandiose Spiel. Bei den Toren grosser Torpogo im deutschen Block. Beim 1:0 flogen die Bierbecher nur so durch die Luft. Abpfiff und tolle Party. Bestimmt eines der schoensten Spiele meines Lebens. Die Englaender waren nach dem Spiel ziemlich kleinlaut und man sah dann doch viele deutsche Fans feiern. Heute habe ich mir in einem Ticket Zentrum die Karten fuer das Spiel gegen Argentinien abgeholt. Im Ticketladen waren die deutschen Fans, daneben ein Reisebuero. Dort waren die Englaender. Ha Ha Ha!
1 Kommentar:
Ha-Ha-Ha.
Watt Du so alles erlebst.
PS: Gestern früh beim U19-Finale Lev-Hansa deinen Freund die alte Wildkatze namens "Festus" gesehen.
so long
Vorwärts Langenfeld
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