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| Quelle:www.20min.ch |
Es ist fast nicht mehr zu ertragen, was sich zur Zeit an Scheinheiligkeit am Rande der anstehenden Europameisterschaft abspielt. Auf einmal kommen wahre heerscharen an BRD-Gutmenschen in den Medien hervor, die sich an Betroffenheit, aufgrund der angeblichen demokratiedefizite in der Ukraine, gegenseitig überbieten. Es geht um die verhaftete ehemalige Regierungschefin Julija Tymoschenko und die sonstigen so undemokratischen Maßnahmen der ukrainischen Regierung. Tymoschenko soll ungerecht in Haft sitzen und dazu auch noch mit Gewalt traktiert worden sein. Wie so häufig in der westlichen Medienwelt, wird nun allerdings sehr undemokratisch und populistisch lediglich eine Seite der Medaille präsentiert. Sämtliche BRD-Politiker, angebliche Bürgerrechtler und die lizensierten Staatsmedien kommen mit keiner Silbe zur Sprache, worum es eigentlich geht? Warum Tymoschenko im Gefängnis sitzt? Der wie immer sofort schwerstens betroffene Bunzelbürger, fügt sich gleich in die Rolle des dummen Propaganda-Opfers ein und nimmt Stellung zu einem Thema, wovon er in keinster Weise eine Ahnung hat, worum es überhaupt geht. Von Angela Ferkel bis Cem Özdemir, von Wahlkampf-Röttgen bis zur Außenministerin Schwesterwelle. Alle übetreffen sie sich im Gutmenschentum.
Auch ich habe nicht besonders viel Ahnung worum es geht, aber etwas Information aus verschiedenen Quellen und eine gewisse Aufmerksamkeit über das Weltgeschehen, nicht nur aus westlichen Quellen, kann schon helfen. Außerdem spielt sich Politik nicht nur dann ab, wenn unsere Poltiker wieder meinen irgendeine Sau durchs Dorf jagen zu müßen.
Julija Tymoschenko gründete 1991 in der untergehenden Sowjetunion eine Firma mit Schwerpunkt Erdölproduktion. Schon 1992 war die Firma in der Ukraine Monopolist bei landwirtschaftlich genutzten Erdölprodukten. Dies alles ist schon einmal ein Milieu, welches so manche zwielichtige Gestalt aus der ehemaligen UDSSR heraus gebracht hat. In der Folge war sie weiter im Energiegeschäft tätig und wurde schwerreich. Die eigentliche politische Karriere begann 1996. Im Jahre 2004 kam es zur "Orangenen Revolution". Manche behaupten, diese sei auch von den USA mitgesteuert worden. Das Duo Juschstchenko/Tymoschenko gewann und im Januar 2005 wurde Tymoschenko zur Ministerpräsidentin ernannt. Es kam ziemlich schnell zum Streit und im September 2005 wurde sie auch schon wieder aus der Regierung entlassen. Im Dezember 2007 wurde sie nochmal zur Ministerpräsidentin gewählt, ehe es 2009 wieder vorbei war.
Ab Mai 2010 ermittelt die ukrainische Staatsanwaltschaft. Es ging um folgende Punkte:
Zunächst aus dem Jahr 2003, versuchte Bestechung eines Richters des Obersten Gerichtshofs
Daraufhin nach einem Bericht US-Amerikanischer Anwaltsfirmen, wegen Missbrauch öffentlicher Gelder, Betrug und Geldwäsche. Besonders ins Gewicht fallen ihre Verhandlungen mit Rußland über Gaslieferungen. Damit soll sie dem Ukrainischen Staat erheblichen finanziellen Schaden zugefügt haben. Es folgten weitere Anklagepunkte wie z.B.Veruntreuung von 295 Millionen Euro aus ihrer Zeit als Chefin des EESU Konzerns oder die Verwicklung in einen Mord aus dem Jahre 1996.
Bei den Gerichtsverhandlungen viel Tymoschenko häufig durch bewußte Störaktionen auf, so redete sie wild und ungefragt los, erhob sich nicht vom Sitz und gab kund, daß Gericht nicht anzuerkennen. Später war sie auch gar nicht mehr bei Verhandlungen anwesend. Nun ist sie im Hungerstreik, da sie angeblich einen schweren Bandscheibenvorfall hat und nicht gut genug behandelt wird. Bei einer Fahrt ins Krankenhaus wollte sie nicht mit und wurde renitent. Dies hatte ein paar blaue Flecken zur Folge.
Dies sind Fakten die nirgendwo erwähnt werden. Ob davon alles stimmt kann ich nicht beurteilen, doch von Pappe sind die Vorwürfe nicht. Mir wird bei kleinsten und noch so unsinnigen Sachen vorgetragen, dies seien die Gesetze und daran müßte ich mich halten. Die Ukraine hat auch ihre Gesetze woran sich gehalten werden muß. Mich holt auch niemand aus dem Knast, wenn ich angebe einen Bandscheibenvorfall oder ähnliches zu haben.
Initiiert wird dieses Gezeter leider fast ausschließlich von der BRD. Wieder wird sich in fremde Angelegenheiten eingemischt. Ähnlich wie in Griechenland dem Kosovo oder Afghanistan spielen sich BRD Vertreter auf, als würden sie auch diese Länder regieren. Und einmal mehr bringen sie Schande über unser Volk. Heute kamen sogar irgendwelche Schlaumeier auf die Idee, die Fußballspiel nicht in der Ukraine, sondern in Leipzig und Berlin auszutragen!!! Operpeinlich für die richtigen Fans, die zur EM in die Ukraine fahren und dann auf solche Meldungen angesprochen werden. Tymoschenko sitzt seit rund neun Monaten im Gefängnis, doch jetzt einen Monat vor der EM wird ein Faß aufgemacht. Mit Hilfe der Staatsmedien sollen Wählerstimmen geholt werden, aus Angst davor, daß noch mehr frustrierte Wähler das Weite suchen. Der Sport und die bösen Menschen im Osten kommen mal wieder gerade recht.
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| Quelle:www.morgenpost.de |
Die Menschen in Polen und der Ukraine freuen sich auf die Fußball Europameisterschaft. Soll man ihnen die jetzt wegnehmen, weil es BRD Politiker so gerne hätten. Jeden Tag wird uns vermittelt, wie schlimm wir sind, daß sich an jeder Ecke rechtsradikale Schläger rumtreiben und das wir aus unserer Geschichte lernen sollen. Doch diese Politiker und Konsorten sind die Speerspitze einer unerträglichen Aufdringlichkeit. Sie sind es - Die häßlichen Deutschen! Soll diese ganze Politikmischpoke doch zuhause bleiben! Wer braucht diese Figuren bei einer EM? Wer möchte ihre Visagen im Fernsehen sehen, außer sie und ihr Umfeld selbst. Alle sollen sparen, warum wird nicht an diesen unnötigen Reisen gespart. Der dort verschleuderte Betrag könnte viele hilfsbedürftige deutsche glücklich machen, in dem man ihn sinnvoll anlegt.
Abschließend muß noch erwähnt werden, daß die BRD ein Staat ist, in dem tatsächlich keine Meinungsfreiheit herrscht. Vieles darf gar nicht oder noch nicht mal ansatzweise angesprochen werden. Wenn man es doch macht, dann kann es vorkommen, daß man erhebliche Strafen bekommt, die auch schon mal viele viele Jahre Haft bedeuten. Nicht wegen Mord, Raub, Vandalismus oder Betrug, sondern nur wegen Meinungsäußerungen. Da bietet sich der erhobene Zeigefinger gar nicht an.
Auf diplomatischen Wege kann man den Fall durchaus verfolgen und bei Bedarf Maßnahmen ergreifen. Ansonsten Fresse halten und sich darüber Gedanken machen, wie man nützliches anstellen kann.


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