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Dienstag, 26. April 2011

Parallelwelt


Quelle: http://orf.at/stories/2055167/

Begegnet man Berichten, wie oben veröffentlicht, so traut man seinen Augen kaum. Zehntausende von illegalen Auswanderern kommen nach Italien und wollen zum großen Teil weiter Richtung Norden. Nun beraten sich der zwielichtige italienische Staatspräsident Berlusconi und sein französiches Pendant Sarkozy, mit dem Ziel wieder Grenzkontrollen einführen zu dürfen. Die allmächtige EU verweigert sofort und läßt bekanntgeben, daß dies absolut unmöglich sei.

Als Fußball-Fan ist man da aber anderes gewohnt. Hier ist es sehr wohl möglich aus freien Stücken zu entscheiden ob Grenzkontrollen wieder eingeführt werden dürfen. Nicht nur bei europäischen Großereignissen wie der EM 2000 (Niederlande/Belgien), EM 2004 (Portugal), WM 2006 (Deutschland) oder EM 2008 (Österreich/Schweiz), sondern bei fast allen einigermaßen bedeutenden Länderspielen der Deutschen Nationalmannschaft werden entweder Grenzkontrollen durchgeführt oder im eigenen Land auf Flughäfen oder Bahnhöfen intensive Personenkontrollen ausgeführt. Doch nicht nur das, auch in fremden Ländern werden BRD Polizisten eingesetzt um willkürlich nach Gutsherrenart nicht genehme Deutsche Staatsbürger an ihrer Einreise in ein anderes Land zu hindern. Erinnert man sich an die Europameisterschaft 2008 zurück, so hatte man teilweise den Eindruck, jegliche Staatsgewalt in Österreich würde bei Deutschlandspielen in den Händen der Polizei aus dem Altreich liegen. Sollte dies im Interesse einer Wiedervereinigung gelegen haben, so spräche nichts dagegen, doch andernfalls ist hier ein eklatanter Verstoß gegen die von EU Präsident Hermann van Rompau ausgesprochenen EU Richtlinien begangen worden.
Klagenfurt 08.06.2008. Erste Schritte zur Wiedervereinigung?
Anscheinend ist einigen Politikern nicht klar, um was es sich bei Europa handelt, nämlich nicht um einen homogenen Staat, sondern um einen Kontinent. Diese Politiker vertreten eine One World Strategie, mit der immer wieder verbreiteten These "Alle Menschen sind gleich". Bei den nun in Massen ankommenden Menschen handelt sich anscheinend aber um Personen, die doch nicht ganz so gleich sind und man sie gerne wieder los wird. Am besten zu den Deutschen, denn die freuen sich immer über soviel Kulturbereicherung. Was dabei vergessen wird ist leider, daß  Europa ein bunter Kontinent mit vielen verschiedenen Kulturen ist. Verbietet man souveränen Staaten Grenzkontrollen durchzufühen, so ist es mit den vielen eigenständigen, seit Jahrhunderten geschaffenen Kulturen bald vorbei. Diese Grenzkontrollen sollte man aber einführen um seine Bürger zu schützen und nicht um die eigenen Bürger zu behindern, so wie man das bei Fußball-Fans anscheinend sehr häufig macht.

In der Schwätzbude EU Parlament wird es nun bestimmt wieder einige Wortgefechte der hochbezahlten Parlamentarier geben. Um den 02 Juni können sich diese Verfechter des Schengen Raums doch einmal an der Grenze zu Österreich aufhalten. Dann werden sie sehen, für welche Bevölkerungsgruppe ihr Gesetz nicht gilt. Am 03. Juni spielt Deutschland erneut in Wien gegen Österreich.

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