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Mittwoch, 6. Juli 2016
Der Fluch ist gebrochen
Die EM zieht Tag fuer Tag ihre Bahn. Naechster Stop Bordeaux. Ich bin mit dem Zug nach Paris und hatte dort fuer die Nacht auf den Samstag ein Hotel. Christina ist mit dem Bus nach Paris und sollte in der Nacht, ebenfalls mit dem Bus, weiter nach Bordeaux. In Paris haben wir uns nochmal kurz getroffen und sind in meine Stammnkneipe am Nordbahnhof eingekehrt, um dort das Viertelfinale Belgien gegen Wales zu gucken. In der Nacht bin ich dann nach Paris Montparnasse, zu meinem Hotel. Am naechsten Morgen raus und zum Bahnhof. Mein Zug nach Bordeaux fuhr dort ab. Christinas Bus wurde abgesagt, sodass sie sich auch ein extra Zugticket kaufen musste. Die TGV´s sind wirklich sehr schnell und bereits nach knapp 3,5 Stunden kam ich an. Im Zug, waren neben mir noch ein paar deutsche, sodass man waehrend der Fahrt gut plaudern und Bier trinken konnte. Kurz vorher hatte es anscheinend geregnet, und die erste Begegnung mit einer Bahnhofsassel haette fast gleich mal zu einer handfesten Auseinandersetzung gefuehrt. Schreiber 1, Chrissi und Didi sassen bereits in einer Kneipe gegenueber dem Bahnhof. Christina und ich sind mit den Strassenbahnen erstmal zu unserem Hotel. Kurz etwas ausgeruht und dann zum Stadion. Die Kartenabholstelle war dort in einem Kongresszentrum. Vor einem Hotel konnte man noch gemuetlich etwas Bier trinken, ehe ich mich auf ins Stadion machte. Dort hatte ich nun wirklich das EM-Gefuehl. Die Anspannung gegen Italien war da und die Stimmung im Stadion wirklich gut. Es waren viele deutsche-Fans vor Ort. Bei weitem mehr als Italiener. Normalerweise nimmt das Fanaufkommen nach der Vorrunde immer ab, doch die Anzahl der deutschen-Fans war ok. Nach dem 1:1 gingen auch die Italiener gut ab, doch stimmungstechnisch war Deutschland klar ueberlegen. Negativ waren die zum Teil daemlichen und provozierenden Ordner. Nach dem zweiten verschossenen Elfmeter fuer uns, habe ich bereits alle Felle davon schwimmen gesehen. Zum Glueck wurde der Bock noch umgestossen und Italien konnte endlich bei einem grossen Turnier besiegt werden. Natuerlich waren bei uns alle sehr ausgelassen und gluecklich. Die Spieler kamen zum ueblichen zwei Minuten Ritual in die Fankurve und waren dann auch schon wieder weg. Ziemlich peinlich, aber man ist es ja gewohnt. Mit Ingo und Christina dann wieder in die Hotelbar vor dem Stadion und den Sieg noch etwas gefeiert. Nach und nach kamen noch weitere Bekannte. Der Rueckweg war auch entspannt, da im Verlaufe der Zeit, die meisten Fans schon weg waren und die Strassenbahnen daher nicht mehr so vollgequetscht. Gegen 02:30 Uhr am Hotel und um 08:30 Uhr wieder raus. Ab zum Bahnhof und in den Zug Richtung Marseille. Kein TGV, daher haben wir bis an die Mittelmeerkueste (inklusive Verspaetung) etwa acht Stunden gebraucht. Ich bin nun an der Cote d´Azur rund eine Zugstunde von Marseille entfernt, welches ich morgen ansteuern werde. Die Tickets sind gebucht und ich freue mich auf ein erneut mitreissendes Spiel. Hier ist es wunderbar! Das Wetter ist Top! Das Mittelmeer laedt zum schwimmen ein und ich fuehle mich einfach nur gut. Nach etwa drei Wochen Regenzeit, nun endlich das Wetter, welches einer Europameisterschaft wuerdig ist. Leider kann man Tage nicht aufhalten, aber das Leben hier laesst sich aushalten.
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