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Dienstag, 14. Juni 2016
Bonjour
Die Euro 2016 hat begonnen und irgendwie kommt Frankreich nicht zur Ruhe. Ständige Streiks, Terrorbedrohung und bereits zu Beginn des Turniers, tagelange Ausschreitungen unter Fußball-Fans. Das erste Spiel Deutschlands, wurde bereits fahrtechnisch zum Fragezeichen. Die ursprüngliche Anfahrt fiel weg und mit dem Zug hatte man auch noch den Streik der belgischen Eisenbahn zu beachten. Zum Glück ging am Spieltag alles gut und trotz siebenmaligen Umsteigen, erreichte ich zusammen mit Freundin pünklich Lille zum Match Ukraine gegen Deutschland. Die vielen Kneipen um den Bahnhof herum, waren vollbesetzt mit deutschen-Fans. Man traf viele bekannte und widmete sich weiter dem Bier. Ukrainer sah man auch manchmal, aber die deutschen waren klar in der Überzahl. Die französiche Polizei verhielt sich ziemlich clever und war kaum zu sehen. Ansonsten hätte es bereits frühzeitger geknallt, da doch ein gewisses Agropotential vor Ort war. In unserer Kneipe waren auch ein knappes Dutzend Engländer, die plötzlich anfingen ihre Lieder zu singen. Das war nicht klug von ihnen. Unter Androhung von Gewalt, konnten sie gerade noch heil die Kneipe verlassen. Irgendwann Nachmittags zogen auch gut 50 Hooligans los und prügelten sich später in der Stadt. Das viele Bier zeigte Wirkung, dennoch schaffte ich es ins Stadion. Nach erfolgreichem Spiel ging es wieder zurück nach Lille. Hier hatten die Kneipen aber leider schon zum allergrößten Teil zu. Wir fanden trotzdem noch was und für kurze Zeit wurde sich vor dem Bahnhof auf die Strasse gelegt. Bereits um 06:05 Uhr ging es wieder in den Zug. Also besonders fit war ich nicht gerade! In Brüssel den Anschlusszug verpasst und noch etwas längere Wartezeit. Dennoch wieder gut angekommen.
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